
Hersteller im Portfolio
Silent Push: Angriffsinfrastruktur erkennen, bevor sie benutzt wird
Silent Push erzeugt Indicators of Future Attack: Domains, IP-Adressen, DNS-Einträge und Verhaltensmerkmale, die auf den Aufbau einer Kampagne hindeuten. Grundlage sind eigene, tägliche Scans des IPv4-Raums. Aqaio liefert Silent Push im deutschsprachigen Raum.
- Täglicher Scan des gesamten IPv4-Bereichs
- Über 150 Merkmale je Domain, Hostname oder IP
- Kostenlose Community Edition zum Einstieg
Was Silent Push anders macht
Klassische Bedrohungsdaten beschreiben, was bereits passiert ist. Silent Push verfolgt den Aufbau der Infrastruktur im Context Graph und wertet dafür Registrierungen, DNS-Auflösungen, Hosting-Muster, Zertifikatswechsel und Verhaltensmerkmale aus.
Vorlauf statt Nachlauf
Der Hersteller gibt eine durchschnittliche Vorlaufzeit von 104 Tagen an, in Einzelfällen über 300 Tage, unter anderem bei Infrastruktur von FIN7, Lazarus und PoisonSeed.
Eigene Datenerhebung
Die Plattform scannt den vollständigen IPv4-Bereich täglich. Für die IOFA-Feeds wird der globale IPv4- und IPv6-Raum gescannt, geclustert, bewertet und angereichert. Die Daten stammen vom Hersteller selbst, nicht aus zugekauften Strömen.
Kuratierte Feeds zum Blocken
Die IOFA-Feeds sind so aufbereitet, dass sie sich zum automatischen Blocken eignen, mit zugeordneten und geprüften Treffern. Klassische Indikatorströme verlangen dagegen viel Vorsichtung.
Merkmale als Absprungpunkt
Jedem Hostnamen, jeder Domain und jeder IP sind über 150 Merkmale zugeordnet, die sich für weitere Suchen nutzen lassen. Total View zeigt davon über 100 auf einer Oberfläche.
Editionen, Module und Werkzeuge
Die Plattform besteht aus Suche und Live-Scan, Validierung und Feeds, Infrastrukturanalyse und dem Advanced Query Builder. Die Ausbaustufen reichen von der kostenfreien Community Edition bis zur Enterprise-Variante mit Berichten unter TLP Amber.
Community Edition
Kostenfreier Einzelplatzzugang mit Total View für Domain-, IP- und ASN-Analyse, aktiven und historischen DNS-Daten, Web Scanner und Live Scans, begrenzt auf 100 Abfragen im Monat. Vom Hersteller für Test und Forschung gedacht, nicht für den Produktivbetrieb.
Professional, Team und Enterprise
Die kostenpflichtigen Stufen enthalten die Threat-Hunting-Module, Marken- und Identitätsschutz sowie die IOFA- und Früherkennungs-Feeds. Enterprise ergänzt Berichte unter TLP Amber und die Forschungsmethodik des Herstellers.
Total View
Analyse einer Domain oder IPv4-Adresse auf einer Seite: Risikobewertung, DNS-Zähler, WHOIS, Live-Scan-Ergebnis und Feed-Treffer, dazu neun Reiter mit passivem DNS, Infrastrukturvarianz, Web Scanner, WHOIS, Feeds, Screenshots, verwaisten DNS-Einträgen, Subdomains und Zertifikaten.
Web Scanner und Live Scan
Der Live Scan liefert Screenshot, Seitentitel, Favicon, Weiterleitungskette, Zertifikatsaussteller und farbcodierte Risikobewertungen. Über die Schnittstelle ist der Scan nach Plattform, Betriebssystem, Browser und Region konfigurierbar.
Context Graph Search
Weitersuchen über passives DNS, Subdomains, Zertifikate, WHOIS, Favicon-Hashes und Server-Banner. Als Quellen stehen Websuche, Suche im Tor-Netz, offene Verzeichnisse, Banner von Diensten wie SSH und DNS sowie WHOIS bereit.
Advanced Query Builder
Eigene Abfragen über Beobachtungen, Domains, IPv4-Adressen, Zertifikate, Favicons und offene Verzeichnisse, mit regulären Ausdrücken, Platzhaltern, Netzmasken und Zeitfiltern.
Feed Library
Globale Feeds, Feeds der eigenen Organisation, selbst angelegte Feeds und die IOFA-Feeds. Indikatoren lassen sich über die Schnittstelle einstellen, Feeds vergleichen und einzelne Indikatoren gegen die IOFA-Feeds prüfen.
Traffic Origin
Deckt das tatsächliche Ursprungsland einer Verbindung hinter Proxy-Schichten auf, einschließlich Privatanschluss-Proxys aus sanktionierten Regionen. Die Ergebnisse lassen sich an Identitätsplattformen wie Okta oder Entra ID zurückgeben.
Integrationen und Automatisierung
Silent Push führt die Partner nach SIEM, SOAR und Threat-Intelligence-Plattform getrennt auf. Dazu kommen Schnittstelle, Kommandozeile, ein MCP-Server und eine Chrome-Erweiterung.
SIEM und Datenplattformen
Splunk korreliert interne Protokolle mit IOFA-Daten, dazu kommen Sumo Logic, Abstract Security und Databricks. Für Microsoft Sentinel gibt es seit Version 6.2 einen Connector samt Logic-Apps-Anbindung.
SOAR und Automatisierung
Palo Alto Cortex XSOAR unterstützt 20 Aktionen, darunter Anreicherungsabfragen, Live Scans und Reverse-Lookups. Weiter gelistet sind Splunk SOAR, Swimlane, Tines, Torq, D3 Security, ServiceNow, Google SecOps und Maltego.
Threat-Intelligence-Plattformen
ThreatConnect ist in beide Richtungen angebunden und unterstützt 23 Aktionen. Für OpenCTI liefert der Silent-Push-Connector Indikatoren über TAXII nach STIX 2.1. Ebenfalls gelistet sind ThreatQ, Cyware, Analyst1, Polarity und CrowdStrike.
Schnittstelle, Kommandozeile und Browser
Silent Push nennt über 200 Endpunkte, darunter Explore, Threat Ranking, Live Scan, Abfragesprache, Feed-Verwaltung, CSV-Export und die Prüfung einzelner Indikatoren. Sammelanreicherung verarbeitet bis zu 100 Indikatoren je Aufruf. Dazu kommen eine Kommandozeile, ein MCP-Server und eine Chrome-Erweiterung.
Typische Einsatzszenarien
Phishing-Infrastruktur vor dem Versand sperren
Domains und IP-Adressen aus den IOFA-Feeds gehen an Firewall, Proxy oder DNS-Resolver, bevor die erste Mail im Postfach landet.
Markenmissbrauch über Favicon und HTML finden
Fremde Seiten mit identischem Favicon-Hash, kopiertem Seitentitel oder ähnlichem Quelltext aufspüren, auch in der eigenen Lieferkette.
Lieferanten prüfen
Vor dem Onboarding WHOIS-Historie, Zertifikate, Nameserver-Wechsel und Hosting-Varianz ansehen und auffällige Neuregistrierungen erkennen.
Bulletproof Hosting beobachten
Silent Push verfolgt nach eigenen Angaben mehr als 200 Anbieter dieser Art und dokumentiert deren ASN, IP-Dichte und Registrarmuster für Sperrlisten auf Netzebene.
Anreicherung im SOC
Alarme in Splunk, Microsoft Sentinel oder Cortex XSOAR werden automatisch um IOFA-Kontext, Risikobewertung und Infrastrukturbezüge ergänzt.
Verschleierte Herkunft bei Fernzugriffen
Mit Traffic Origin prüfen, ob eine Anmeldung über einen Privatanschluss-Proxy aus einer sanktionierten Region kommt, und das Ergebnis an die Identitätsplattform zurückgeben.
Auf einen Blick
Unterlagen zu Silent Push
Die Dokumente liegen auf unserem Server. Nach Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse starten sie direkt.
Häufige Fragen zu Silent Push
Was unterscheidet IOFA von klassischen Indikatoren?
Ein klassischer Indikator belegt, was passiert ist: Dateihashes, auffällige Adressen, Protokolleinträge. Ein IOFA beschreibt, was vorbereitet wird: Domains, Adressen, DNS-Einträge und Verhaltensmerkmale aus der Aufbauphase. Silent Push gibt dafür eine durchschnittliche Vorlaufzeit von 104 Tagen an und bereitet die Feeds so auf, dass sie sich zum automatischen Blocken eignen.
Woher kommen die Daten?
Silent Push erhebt sie selbst: täglicher Scan des vollständigen IPv4-Bereichs, dazu Webinhalte mit HTML, Favicons und Zertifikatsdaten, Seiten im Tor-Netz, offene Verzeichnisse, Banner von Nicht-Web-Diensten und WHOIS. Für die IOFA-Feeds wird der globale IPv4- und IPv6-Raum gescannt, geclustert, bewertet und angereichert.
Welche Editionen gibt es?
Die Community Edition ist kostenfrei für einen Nutzer mit 100 Abfragen im Monat und ausdrücklich nicht für den Produktivbetrieb gedacht. Professional und Team enthalten die Threat-Hunting-Module, Markenschutz und die IOFA-Feeds, Enterprise zusätzlich Berichte unter TLP Amber. Konditionen für den deutschsprachigen Raum bekommen Sie über uns.
Lässt sich Silent Push in SIEM und SOAR einbinden?
Ja. Gelistet sind unter anderem Splunk als SIEM und als SOAR, Microsoft Sentinel über Connector und Logic Apps, Cortex XSOAR mit 20 Aktionen, ThreatConnect in beide Richtungen mit 23 Aktionen, Sumo Logic, Swimlane, Tines, Torq, ServiceNow, Google SecOps, Maltego, ThreatQ und OpenCTI.
Was leistet Total View konkret?
Total View fasst die Analyse einer Domain oder IPv4-Adresse auf einem Bildschirm zusammen: Risikobewertung, DNS-Zähler, WHOIS, Live-Scan und Feed-Treffer, darunter neun Reiter mit passivem DNS, Infrastrukturvarianz, Web Scanner, WHOIS, Feeds, Screenshots, verwaisten DNS-Einträgen, Subdomains und Zertifikaten.
Wie findet die Plattform Fälschungen unserer Website?
Über drei Verfahren: Vergleich der Favicon-Hashes für Standard- und Alternativ-Favicon, Suche nach kopierten Seitentiteln und Vergleich der Quelltexte über einen Fuzzy-Hash mit einstellbarem Trefferbereich von 50 bis 100 Prozent. Die Ergebnisse sind entdoppelt und nach Übereinstimmung sortiert.
Gibt es belegbare Forschungsarbeit?
Ja. Zu FIN7 veröffentlichte Silent Push über 4.000 Domains und Subdomains mit Imitationen bekannter Marken, verteilt auf 86 ASN, 68 Top-Level-Domains und zehn Registrare, später über 5.000 verfolgte Domains. Weitere Analysen betreffen Scattered Spider, den Polyfill-Lieferkettenangriff und ein Papier zu Bulletproof Hosting.
Wie starten wir?
Wir zeigen die Plattform an Ihren Domains und Marken, klären die Anbindung an SIEM oder SOAR und richten einen Zugang ein. Schreiben Sie uns über das Formular auf dieser Seite.
Silent Push mit Aqaio einsetzen
Wir zeigen die Plattform an Ihren Domains und Marken und klären die Anbindung an SIEM oder SOAR. Ihre Anfrage landet direkt bei uns.
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